29. Januar 2013
Rauchern, die einfach nicht loskommen von der Zigarette, fehlt es nicht unbedingt an der nötigen Disziplin.
Forscher aus Montreal vermuten vielmehr, dass notorische Raucher wegen einer Fehlschaltung im Gehirn nicht aufhören können. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal "PNAS" schreiben, maßen sie dazu die Hirnaktivität von Probanden.
Demnach entsteht das subjektive Verlangen nach einer Zigarette im präfrontalen Cortex, also im Stirnbereich, und wird verstärkt durch Aktivität im seitlichen Cortex - dann nämlich, wenn die Probanden Zigaretten vor sich sehen. Waren im Test keine Zigaretten verfügbar, war das Verlangen geringer.
Diesen Zusammenhang halten die Wissenschaftler bei notorischen Rauchern für gestört. Im Hirn dieser Menschen gebe es vermutlich nicht die Möglichkeit, das Verlangen nach einer Zigarette zu dämpfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)