29. Januar 2013
In warmen Wintern erkranken weniger Menschen an Grippe.
Toll - sollte man meinen. Schlecht - sagen aber Wissenschaftler. Denn wie sie im Fachmagazin "PLOS Currents: Influenza" schreiben, folgen auf warme Winter besonders heftige Grippe-Epidemien.
Der Grund: Das Immunsystem von Menschen, die sich in einem Jahr nicht mit den Influenza-Viren angesteckt haben, bildet keine entsprechenden Antikörper. In der nächsten Saison erkranken sie dann besonders früh und stark. Wenn die Grippe-Welle außerdem früher als sonst beginnt, also schon im Frühherbst, sind viele Menschen noch gar nicht geimpft - und den Viren schutzlos ausgeliefert.
Die Autoren der Studie verglichen Klimadaten in den USA mit den Grippe-Epidemien der vergangenen 15 Jahre.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)