29. Januar 2013

Jura-Professor Rixen kritisiert strukturelle Mängel in der Aufarbeitung von Plagiaten

Bei der Aufarbeitung von Plagiaten in Deutschland fehlt es an Struktur.

Diese Meinung vertritt der Bayreuther Jura-Professor Stephan Rixen, der die Untersuchungskommission im Fall Karl-Theodor zu Guttenberg geleitet hat. In der "Süddeutschen Zeitung" schreibt Rixen, jedesmal wenn Plagiatsvorwürfe erhoben würden, fingen die deutschen Hochschulen wieder bei null an. Sie müssten deshalb stärker zusammenarbeiten, um gegenseitig von ihren Erfahrungen zu profitieren.

Außerdem fordert Rixen, die Plagiatsverfahren transparenter zu machen. Das Interesse der Öffentlichkeit sei legitim. Und: Die Untersuchung möglicher Plagiate dürfe sich nicht auf die bloße Zahl von Textübereinstimmungen beschränken. Kompliziert werde es jenseits von Schwarz und Weiß, bei den Grautönen. Dort müsse es klarere Anweisungen geben, welche Zitierweisen erlaubt sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)