29. Januar 2013

Forscher entdecken Mikroorganismen in den Wolken

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Das finden offenbar auch zahlreiche Mikroorganismen. Wissenschaftler aus Atlanta im US-Bundesstaat Georgia haben Bakterien und Pilze in 15 Kilometern über der Erdoberfläche entdeckt. Wie sie in einem Fachjournal berichten, beeinflussen die Mikroorganismen möglicherweise die Entstehung von Wolken und sogar das Klima.

Das Forscherteam untersuchte nach und während zweier Wirbelstürme im Jahr 2010 Luftproben in acht bis 15 Kilometern Höhe. Dabei fanden sie die Bakterien. Ob diese in den obersten Luftschichten noch Stoffwechsel betreiben, ist bislang unklar und soll weiter erforscht werden. Die Wissenschaftler halten es für denkbar, dass es in den Wolken aktives Leben und Wachstum gibt.

Die Bakterien und Pilze könnten die Wolkenbildung beeinflussen, indem sie den ersten Anstoß für die Enstehung von Eiskristallen geben. Zudem könnten sie eine Rolle bei der Ausbreitung von Krankheiten spielen, indem sie Infektionen an weit entfernte Orte tragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)