29. Januar 2013
Es kommt nicht so oft vor, dass Deutschland in punkto Internetblockade eine Weltrangliste anführt.
Jetzt ist es soweit - Grund ist ein Streit zwischen YouTube und der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA um eine Mindestvergütung für urheberrechtlich geschützte Musiktitel.
Das Internetportal "heise online" berichtet über eine Statistik des Unternehmens OpenDataCity. Demnach sind fast zwei Drittel der 1.000 weltweit beliebtesten Musikvideos auf YouTube gesperrt. Nutzer in Deutschland können sie nicht abrufen. Weil YouTube für das Abspielen der Titel die von der GEMA geforderte Gebühr nicht entrichten will, erscheint statt des Clips der Hinweis: "Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar."
Das gilt für 60 Prozent der weltweit beliebtesten Musiktitel. Wobei: Nur acht Prozent der Sperrungen gehen auf tatsächliche Rechteprobleme mit der Gema zurück, die restlichen über 50 Prozent sperrt Youtube vorsorglich.
Auf Platz zwei liegt übrigens der Südsudan mit gut 15 Prozent, gefolgt vom Vatikan. Warum dort bestimmte Titel nicht abrufbar sind, geht aus der Statistik nicht hervor.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)