29. Januar 2013

Starker Wind macht Nutzung der Kaltreserve erforderlich

Erst vorgestern verkündeten die deutschen Stromnetzbetreiber, die Lage sei stabil.

Jetzt muss die Kaltreserve doch zum ersten Mal in diesem Winter angezapft werden - allerdings nicht, weil zu wenig Strom produziert wird, sondern zu viel. Zur Begründung verwies der süddeutsche Netzbetreiber Tennet auf eine starke Windfront, die die Stromleistung in den kommenden Tagen in die Höhe treiben dürfte. Das drohe die Netze zu überlasten. Mit dem Anfahren der Kaltreserve werde das Gleichgewicht wieder hergestellt.

Unter der Kaltreserve versteht man Kraftwerke, deren Leistung im Normalfall nicht gebraucht wird und die deshalb längerfristig außer Betrieb genommen werden. Erst wenn abzusehen ist, dass mehr Strom eingespeist werden muss, werden sie wieder hochgefahren. Diese Kraftwerke für den Notfall in der Hinterhand zu halten, kostet Geld - einem Medienbericht zufolge für zwei Reaktoren rund 50 Millionen Euro im Jahr.

http://nachrichten.rp-online.de/politik/deutschland-ohne-atom-1.1287489

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)