29. Januar 2013
Sie schreibt "Heiße Susanne". Er schreibt zurück: "Hallo, heiße Susanne" und hört nie wieder von ihr.
So kann Kommunikation per SMS ziemlich in die Hose gehen. Der Sprachwissenschaftler Jannis Androutsopoulos von der Universität Hamburg hat bei DRadio Wissen erklärt, warum besonders bei Kurznachrichten häufig Missverständnisse entstünden. Kommunkation sei auch Interpretation, sagt der Wissenschaftler. Dafür, dass man sich richtig verstehe, sorgten viele Nebenaspekte, wie Tonfall, Mimik und Gestik, aber auch die Wortwahl. Die nonverbalen Aspekte fielen bei einer SMS oder einem Tweet weg und auch für eine ausgefeilte Wortwahl sei wenig Platz. Ein gutes Hilfsmittel seien Emoticons. Aber auch wer die Zeichengesichter verwende, kommt nicht drumherum, deren Aussagekraft immer wieder abzugleichen. Bei einem größeren Konflikt ist es nach Ansicht des Forschers doch sinnvoll, am Telefon oder persönlich miteinander zu sprechen. Also: Ein Smiley hilft nicht immer, Reden meistens schon.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)