29. Januar 2013
In Frankreich wird die Ehe zwischen Homosexuellen öffentlich debattiert, in Russland will man öffentliche Äußerungen über Homosexualität erst gar nicht hören.
Russland will ein Verbot so genannter "Homosexuellen-Propaganda" erreichen. Das mögliche Verbot löst europaweit Proteste aus. Die Stadt Venedig setzte die Partnerschaft mit St. Petersburg aus. So wolle man zeigen, dass es notwendig ist, klar zu verurteilen, was in Russland in diesen Tagen vorgehe, heißt es aus Venedig.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle kritisierte den Gesetzentwurf ebenfalls und warnte vor der Belastung der russisch-europäischen Beziehungen.
Das Verbot von "Schwulen-Propaganda" sieht vor, Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen unter Strafe zu stellen. Die Regel gilt schon in einigen Städten, ob sie landesweit eingesetzt wird, entscheidet die Duma im Frühjahr.
Erst vor kurzem war ein bekannter russischer Fernsehjournalist entlassen worden, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannt hatte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)