30. Januar 2013

Karibische Korallenriffe wachsen nur langsam

Sie haben mitunter bizarre Formen und sind Heimat zahlreicher Fische und Pflanzen: Korallenriffe.

Die Riffe in der Karibik sind allerdings bedroht. Sie bauen im Schnitt nur noch halb so viel Kalk auf wie vor rund 7.000 Jahren. Korallen bauen ihr Skelett, indem in Symbiose mit einigen anderen Lebewesensie Kalk produzieren.

Wie britische Forscher im Fachjournal "Nature Communications" schreiben, könnten diese komplexen Ökosysteme verschwinden. Die Wissenschaftler haben den Kalkaufbau in 19 Riffen in der Karibik bestimmt. Das Ergebnis: Nur fünf Prozent der Korallenriffe wuchsen deutlich, 21 Prozent hingegen verloren Kalk.

Ein Grund für die Entwicklung könnte laut den Forschern das sogenannte Bleichen der Korallen sein: Aufgrund höherer Wassertemperaturen verlieren die Korallen oft ihre symbiotischen Algen und sterben. Außerdem gebe es immer weniger Kalk aufbauende Arten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)