30. Januar 2013

Todesfälle durch Antibabypille Diane-35 wird in Frankreich verboten

Die Arzneimittel-Aufsicht in Frankreich hat in den vergangenen Tagen Alarm geschlagen, jetzt hat sie eine Entscheidung getroffen:

Diane-35, eine Pille vom deutschen Bayer-Konzern, wird in Frankreich verboten. Sie wird dort als Akne-Medikament eingesetzt, aber auch als Antibabypille.

Die Arzneimittel-Aufsicht hatte Todesfälle untersucht, die im Zusammenhang mit der Pille stehen könnten. Sie kam zu Ergebnis, dass in den vergangenen 25 Jahren vier Frauen an Thorombosen starben, die wohl von Diane-35 ausgelöst wurden.

Deshalb entschied die Behörde, dass die Pille und Nachahmermittel mit dem selben Wirkstoff noch drei Monate lang vertrieben werden darf. Danach sei Schluss.

Bayer hatte auf die Kritik mit dem Hinweis reagiert, dass im Beipackzettel deutlich auf das Risiko einer Thrombose hingewiesen werde. Thrombosen können zu lebensgefährlichen Embolien oder Schlaganfällen führen. Das Präparat wird in über 100 Ländern verkauft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)