30. Januar 2013

Timbuktu: Bibliotheks-Schätze wohl überwiegend unbeschädigt

Kurz vor der Flucht haben sie noch eine Bibliothek mit alten Handschriften in Brand gesetzt.

Den Islamisten in Mali wird vorgeworfen, in der Wüstenstadt Timbuktu historische Schriften zerstört zu haben. Ein Experte aus Kapstadt gab jetzt - zumindest teilweise - Entwarnung. Er sagte der Agentur Reuters, die meisten Schriften seien unbeschädigt geblieben. Professor Shamil Jeppie gilt als einer der weltweit führenden Kenner der Manuskripte. Aus Mali hieß es, dass etwa 15.000 bis 30.000 der 300.000 Dokumente vernichtet oder beschädigt wurden, also etwa fünf bis zehn Prozent.

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit hat die Verwüstung der Bibliothek in Timbuktu verurteilt. Die Manuskripte und historischen Dokumente der Stadt im Norden Malis seien ein Erbe der Menschheit. Es handele sich um einen Schatz für die ganze islamische Gemeinschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)