30. Januar 2013

US-Organisationen verlassen aus Angst Russland

Aus Angst vor Behördendruck in Russland verlassen offenbar viele US-Organisationen das Land.

Das berichtet die Moskauer Zeitung "Kommersant". Auch Hilfsprojekte würden aufgegeben. Nach der Organisation USAID hätten nun auch die US-Institute NDI und IRI ihre Demokratie-Arbeit in Russland eingestellt. Die Mitarbeiter seien von russischen Geheimdiensten bedrängt worden und deshalb ausgereist.

Die Menschenrechtler befürchten, ohne Grundlage als ausländische Spione in Russland angeklagt zu werden. Die Zeitung berichtet auch, dass wegen verschärfter Gesetze knapp 500 Millionen Euro Hilfsgelder verloren gingen.

Regierungschef Dmitri Medwedew beendete zudem die Zusammenarbeit mit den USA bei der Drogenkontrolle. US-Finanzhilfen für den Kampf gegen Kriminalität in Russland seien nicht zeitgemäß, erklärte Medwedew. Das Land will aus Sicht von Beobachtern sein internationales Image von einem Nehmer- zu einem Geberland wandeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)