31. Januar 2013
Die Feuilletonisten haben Angst, sich von ihren eigenen Vorurteilen verabschieden zu müssen.
So erklärt sich die afro-deutsche Journalistin Hadija Haruna, dass die Debatte über diskriminierende Begriffe in Kinderbüchern in Deutschland gerade so heftig geführt wird. Der "taz" sagte sie, manche täten jetzt so, als wolle man sich am deutschem Kulturgut vergreifen. Sie ignorierten, dass nicht alle Menschen in Deutschland weiß seien.
Die 32-Jährige hat die Erfahrung selbst gemacht. Auch sie hat die jetzt diskutierten Bücher wie Otfried Preußlers "Kleine Hexe" als Kind gelesen und sich dabei verletzt gefühlt. Sie sieht es zwar als Fortschritt, dass afro-deutsche Journalisten in dieser Debatte heute zu Wort kommen. Von einem Gespräch auf Augenhöhe kann man ihrer Meinung nach aber noch nicht sprechen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)