31. Januar 2013
Die Pläne der radikal-islamischen Hamas klingen wie ein Schritt in Richtung Frieden und Verständigung:
Palästinensische Schüler im Gazastreifen sollen wieder mehr Hebräisch lernen. Die Absicht hinter den Plänen ist jedoch weniger friedlich. Nach Reuters-Angaben sagte eine Hamas-Bildungspolitikerin: Wenn die Schüler die Sprache des Feindes lernten, verstünden sie dessen böse Absichten.
Hamas-Medien unterstützen die Pläne. Sie benutzen Hebräisch für Propagandazwecke. In den bewaffneten Auseinandersetzungen im vergangenen November verbreiteten sie z.B. Drohbotschaften auf Hebräisch.
Vor rund zwanzig Jahren waren Hebräischkenntnisse im Gazastreifen noch weit verbreitet - viele Palästinenser arbeiteten in Israel. Seit 1994 ist der Landstrich weitestgehend von Israel isoliert. Jüngere Palästinenser sprechen meist nur Arabisch - trotz Israel als direktem Nachbarn.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)