31. Januar 2013
Nun trauen sich Astronomen auch an XXL-Formate heran.
Forscher der Europäischen Südsternwarte haben eine neue Technik zum Wiegen Schwarzer Löcher entwickelt. Wie sie im Fachblatt "Nature" berichten, ist es ihnen damit gelungen, auch das gigantische Schwarze Loch NGC 4526 zu vermessen. Es hat demnach eine Masse von rund einer halben Million Sonnen.
Mithilfe von Teleskopaufnahmen werteten die Astronomen die Bewegung von molekularem Gas rund um das Schwarze Loch aus - in diesem Fall Kohlenmonoxid. Aus der Bewegung lässt sich die Gravitation ermitteln - und daraus wiederum die Masse, also das Gewicht.
Bisher hatte man nur die Bewegungen von umliegenden Sternen oder ionisiertem Gas ausgewertet. Doch die neue Methode ermöglicht es, nun deutlich mehr Galaxien und die dazugehörigen Schwarzen Löcher zu untersuchen.
Die Forscher hoffen, dass die gewonnenen Daten neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternsystemen ermöglichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)