31. Januar 2013
Die Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Instituts können das Frühjahr und die dann herumschwirrenden Insekten kaum erwarten.
Sie wollen deutsche Mücken sammeln und herausfinden, ob sie das West-Nil-Fieber übertragen können. Hintergrund: Im vergangenen Jahr gab es eine Infektionswelle in den USA, auch in südeuropäischen Ländern starben mehrere Menschen.
Das Tückische ist den Wissenschaftlern zufolge, dass die Infektion bei vielen Menschen unbemerkt verläuft. Sie kann zu grippeähnlichen Beschwerden und in manchen Fällen zu lebensgefährlichen Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhaut führen. In den USA wurde das Virus durch Zugvögel aus Afrika eingeschleppt. Vergangenes Jahr starben nach Behördenangaben knapp 250 Menschen an den Folgen der Infektion. - In Deutschland gab es bislang nur Fälle, bei denen sich die Erkrankten bei Auslandsreisen angesteckt haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)