31. Januar 2013
In Frankreich wird derzeit heftig über gefährliche Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille diskutiert.
Die Arzneimittelkontrollbehörde hat beschlossen, mehrere Präparate vom Markt zu nehmen. Bei anderen übernimmt die Kasse künftig die Kosten nicht mehr. Zeit Online berichtet, dass das Problembewusstsein in Deutschland erst jetzt erwacht - obwohl schon lange gewarnt wird.
Laut dem deutschen Ärzteblatt leiden von 100.000 Frauen 10 pro Jahr an Thrombose. Von denen, die die Pille nehmen, sind es doppelt so viele: 20 von 100.000. Besonders groß sei die Gefahr von Blutgerinnseln bei Pillen der dritten und vierten Generation. Sie enthalten Zusatzstoffe, die unter anderem für schönere Haut sorgen sollen. Warnungen kommen auch vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, von Krankenkassen und von Selbsthilfegruppen. Die kritisieren: Für viele Ärzte sei Verhütung immer noch gleich Pille. Zeit Online schreibt, dass der Gynäkologen-Verband (DGGG) bislang keine Leitlinien zur Verschreibung von Pillen der dritten und vierten Generation aufgestellt hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)