31. Januar 2013

Antarktis: Forscherteam hat sich bei Suche nach Leben durch 800 Meter Eis gebohrt

"Das läutet eine neue Ära der Polarforschung ein und öffnet ein Fenster zu einem der letzten unerforschten Gebiete unseres Planeten."

So freut sich ein Forscherteam darüber, dass es erfolgreich einen Eis-See in der Antarktis angebohrt hat und Proben aus der Tiefe entnommen hat. Andere Wissenschaftler hatten das zuvor vergeblich versucht. Wie das "Wissard"-Projekt auf seiner Homepage beschreibt, musste sich das Team dafür durch 800 Meter Eis bohren und schmelzen - dafür war spezielles Gerät notwendig, das steril bleiben musste, damit die Wasser- und Sediment-Proben nicht verfälscht werden. Die sollen nun untersucht werden. Die Forscher hoffen, darin möglicherweise Mikroorganismen zu finden. Erst seit kurzem ist bekannt, dass es unter dem Eispanzer der Antarktis ein riesiges Wasser-System aus Seen und Flüssen gibt, das seit Tausenden von Jahren keinen Kontakt mit der Welt über dem Eis hatte. In dieser Isolation könnten sich einzigartige Lebensformen entwickelt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)