31. Januar 2013

Malaysia: Offenbar 14 Zwergelefanten vergiftet

Es gibt nur noch ein paar hundert von ihnen.

In Malaysia haben Wildhüter weitere tote Borneo-Zwergelefanten gefunden. Schon vor ein paar Tagen waren zehn Kadaver entdeckt worden. Weil die Tiere ihre Stoßzähne noch haben, glauben die Behörden, dass die Zwergelefanten nicht Wilderern zum Opfer gefallen sind. Die genaue Todesursache soll jetzt untersucht werden. Tiermediziner vermuten, dass die Elefanten vergiftet wurden - ihre Kadaver wurden in der Nähe von Palmöl-Plantagen gefunden, wo Arbeiter oft Gift auslegen, um die Tiere vom Fressen der Früchte abzuhalten. Der Umweltminister der betroffenen Provinz, Masidi Manjun, drohte mit hohen Strafen, falls Menschen die Tiere absichtlich vergiftet hätten.

Borneo-Zwergelefanten leben normalerweise in Gruppen von rund 50 Tieren - deswegen wird befürchtet, dass noch mehr Kadaver gefunden werden könnten. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht.

Der Palmöl-Anbau in Malaysia und anderen Ländern ist ökologisch stark umstritten - es entstehen riesige Monokulturen, die Waldtiere wie die Zwergelefanten und Orang-Utans verdrängen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)