31. Januar 2013

Giftstoffe landen durch Plastik im Meer in Vögelmägen

Etwa 15.000 Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in der Nordsee.

Umweltschützer haben auf der Insel Fehmarn mehrere jeweils 100 Meter lange Küstenabschnitte untersucht und dort im Schnitt 92 Müllteile gefunden - mehr als die Hälfte davon war aus Plastik. Der Naturschutzbund NABU geht allerdings davon aus, dass der Großteil des Plastiks gar nicht an Land gespült wird, sondern im Meer bleibt. Dort würden die Plastikteile nicht abgebaut, sondern durch Salzwasser, UV-Strahlung und Reibung ständig kleiner. So klein, dass Tiere sie mit Plankton verwechseln und essen.

Bei tot angespülten Eissturmvögeln wurde in 95 Prozent der Fälle Plastik im Magen-Darm-Trakt nachgewiesen. Der Toxikologe Edmund Maser sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein großes Problem sei, dass Plastik fettlösliche Giftstoffe wie Weichmacher und krebserregendes PCB aus dem Wasser aufsauge. Das gelange dann in die Mägen der Tiere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)