31. Januar 2013

Klage nicht zustellbar: Rechtsstreit Gema vs. Youtube dürfte dauern

"Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der Gema nicht eingeräumt wurden."

Auf diese Sperrtafel stößt man inzwischen bei Youtube sehr oft - so oft, dass die Gema Youtube verklagt hat, denn die Gema habe die Sperrung längst nicht bei allen Fällen veranlasst. Der Rechtsstreit dürfte sich allerdings etwas hinziehen: Heute wurde bekannt, dass die Klage in Deutschland nicht zugestellt werden konnte. Das übliche juristische Vorgehen erfordert, dass das Dokument jetzt an den Hauptsitz in den USA geht - dann könnte auch noch eine Übersetzung angefordert werden. Deswegen rechnet die Gema damit, dass der ganze Vorgang mehrere Wochen oder Monate dauern wird. Deutsche Youtube-User werden also noch lange auf die Sperrtafeln stoßen.

Laut einer Erhebung von OpenDataCity sind mehr als 60 Prozent der weltweit beliebtesten Youtube-Videos in Deutschland gesperrt.

Google und Gema können sich seit 2009 nicht auf eine Mindestvergütung für Videos bei Youtube einigen (damals lief ein vorläufiger Vertrag aus). Die Verwertungsgesellschaft will 0,375 Cent pro Abruf. Google lehnt das bislang ab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)