1. Februar 2013
Höhere Erträge und weniger Pestizide - das hatten sich viele durch den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen erhofft.
Diese Annahme könnte sich nun als trügerisch erweisen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet über eine neue Studie zur so genannten grünen Gentechnik. Das Ergebnis: Der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen führt möglicherweise dazu, dass auf Dauer sogar mehr Pestizide eingesetzt werden müssen, als bei herkömmlicher Landwirtschaft.
Die Gentechnik-Pflanzen sind teilweise so verändert, dass sie gegen Unkrautvernichter resistent sind. Bei Untersuchungen an Agrarbetrieben in den USA hat sich laut der Studie gezeigt: Auch mehrere Unkrautarten haben sich inzwischen angepasst. Die Folge: Es muss mehr gespritzt werden. Außerdem müssen teilweise neue Pestizide eingesetzt werden.
Auch Pflanzen, die durch ihre genetische Veränderung ein eigenes Schädlingsgift produzieren, müssen inzwischen gespritzt werden - die Schädlinge sind resistent geworden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)