1. Februar 2013
"Für mich fühlt es sich so an, als ob Technik der Politik ihre Seele zurückgegeben hat."
Dieser Meinung ist der jahrelange Wahlkampfmanager der Demokratischen Partei in den USA, Joe Trippi.
In den letzten dreißig Jahren habe es vor allem so genannte Top-Down-Wahlkämpfe gegeben. Immer mehr Gelder seien in Fernsehspots geflossen, dafür wären immer weniger Bürger direkt am Wahlkampf beteiligt worden.
Die Nutzung des Internets habe dies verändert und Barack Obamas Sieg 2008 ermöglicht. Außerdem hätten die Demokraten nach der Wahl die Namen von rund 69 Millionen Obama-Wählern gehabt. Mit diesen Daten konnten sie laut Trippi ihren Wahlkampf 2012 gezielter führen. Obamas Gegner Mitt Romney sei dagegen mit einer klassischen "Top-Down"-Kampagne gescheitert.
Für Trippi sind die neuen Möglichkeiten aber nicht nur positiv. Sie ließen sich auch nutzen um Menschen zu manipulieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)