1. Februar 2013
"Gutes Leben gleich lauer Lenz" -
Der Soziologieprofessor Stefan Lessenich kritisiert, dass alle Altersgruppen unter hohem Druck stehen. Im Interview mit "Deutschlandradio Kultur" sagte der Wissenschaftler von der Uni Jena, dass die psychische und physische Belastung zum Teil an die absoluten Grenzen dessen gehe, was man auf Dauer aushalten könne. Vor dem Hintergrund zunehmender Stressgefühle fordert Lessenich, gutes Leben müsse wieder einen höheren Stellenwert bekommen. Wer gut lebe, gerate in den Verdacht des gesellschaftsschädigenden Verhaltens.
Der Soziologe geht aber davon aus, dass es zu einer Umkehr kommt. Bei den Jüngeren könnten demnach Abwehrhaltung und Widerstände zunehmen, unter anderem weil in der Gesellschaft über Burnout oder Erschöpfungssyndrome diskutiert werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)