1. Februar 2013
Tierschützer hatten das neue Gesetz scharf kritisiert - jetzt hat die Tierschutzreform den Bundesrat passiert.
Die rot-grün regierten Bundesländer hatten vergeblich gefordert, die Neuregelung grundlegend zu überarbeiten, um schärfere Regeln durchzusetzen. Jetzt bleibt es aber zum Beispiel erlaubt, Pferde mit heißen Brenneisen zu markieren. Ein weiterer Streitpunkt ist die betäubungslose Kastration von Ferkeln. Sie bleibt noch länger erlaubt, und zwar bis Ende 2018. Tierschützer lehnen die Prozedur ab, weil sie für das Tier äußerst schmerzhaft ist. Die Kastration von männlichen Ferkeln wird in der Landwirtschaft massenhaft praktiziert. Grund ist, dass das Fleisch von geschlechtsreifen Ebern aufgrund von Hormonen und Duftstoffen nach dem Erhitzen unangenehm riechen kann.
Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte, das Gesetz bleibe ein Tiernutzgesetz und das Staatsziel Tierschutz eine inhaltsleere Floskel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)