4. Februar 2013
Besser in den Fluss als ins Atommülllager.
So lässt sich die neueste Idee des Bundesamtes für Strahlenschutz zusammenfassen. Das Amt schlägt vor, radioaktives Wasser aus dem Atommülllager Asse abzupumpen und in Niedersachsens Flüsse wie etwa Ems oder Weser abzuleiten. Laut Messungen sei dieses Wasser sauberer als Trinkwasser, heißt es in der Begründung. Und in der Nordsee würden die gleichen Werte von Radioaktivität gemessen wie in dem Asse-Wasser.
Etwa vier Millionen Liter Wasser laufen jährlich unkontrolliert in das ehemalige Salzbergwerk Asse II bei Wolfenbüttel. Experten befürchten, dass die einsickernde Salzlauge die Fässer, in denen der Atommüll lagert, zerfrisst. Deshalb wird nach einer Lösung gesucht. In der Asse lagern etwa 126.000 Fässer mit radioaktiven Abfällen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)