4. Februar 2013

Deutsche Verleger: Google-Einigung in Frankreich kein Vorbild für Deutschland

Eine Einigung mit Google wie in Frankreich wäre für Deutschland eher nichts.

Dieser Ansicht ist der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. Dessen Sprecherin sagte der Nachrichtenagentur "dapd", die in Frankreich gefundene Lösung habe den Nachteil, dass sie sich nur auf Google beziehe. Gegenüber anderen, die künftig Inhalte Dritter zusammentrügen, hätten die Verlage dort künftig kein Rechtsmittel mehr in der Hand. Sie könnten dann nur noch auf Erfolge auf dem Verhandlungsweg hoffen.

Google zahlt in Frankreich 60 Millionen Euro in einen Medienfonds ein, und zwar dafür, dass der Konzern Artikel aus französischen Zeitungen in seiner Suchmaschine listet. Die Regierung in Paris hatte zuvor mit einem Gesetz gedroht, falls sich Google nicht mit den Presse-Verlegern einigt.

In Deutschland berät der Bundestag zur Zeit über das sogenannte Leistungsschutzrecht. Es sieht vor, dass Verlage Lizenzgebühren von Unternehmen fordern können, die Verlagsinhalte im Internet verbreiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)