4. Februar 2013
"80 Prozent der Menschen halten gern an Gewohntem fest, weil ihr Gehirn sie dafür belohnt."
Das sagt der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth. Er erklärte im Gespräch mit dem "Evangelischen Pressedienst", bei immer wiederkehrenden Ritualen würden hirneigene Botenstoffe ausgeschüttet. Diese Opioide vermittelten einem ein gutes Gefühl. Ein Abweichen von üblichen Handlungsmustern dagegen verursache Verunsicherung und sogar Angst.
Rituale hinter sich zu lassen, sei deshalb so schwer - vor allem, je älter man wird. Der Neurobiologe und Philosoph betont aber, dass es dennoch möglich sei. Roth empfiehlt: "Tu's einfach, geh' kleine Risiken ein und guck', was rauskommt". Dies sei der Trick, um alte Gewohnheiten langfristig zu ändern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)