4. Februar 2013
Dass Hacker die Kontrolle über eine Atombombe gewinnen könnten, ist Fiktion.
So schätzt es Thomas Rid ein - er ist Professor am Department of War Studies am King's College in London. Rid sagte im Deutschlandradio Kultur, es habe bisher noch keinen Cyber-Angriff gegeben, der jemanden verletzt oder getötet habe. Der bisher gewalttätigste Angriff sei eine Sabotageattacke auf das iranische Atomprogramm gewesen. Dabei seien einige Zentrifugen zerstört worden. Auch davon, dass Hacker Drohnen inklusive ihres Waffensystems übernehmen, sei man "sehr weit entfernt". Es habe bereits Angriffe gegeben, bei denen jemand das Video einer Drohne mitgeschnitten habe. Die technische Übernahme sei aber viel schwieriger als die Informationsbeschaffung.
Die Cybersicherheit war auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende ein Thema. Hintergrund sind unter anderem die jüngsten Angriffe auf Twitter und US-Medien wie die "New York Times".
Das gesamte Interview mit Thomas Rid zum Nachlesen und Hören gibt es [hier. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1999116/]
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)