4. Februar 2013
Nass, aber glücklich haben sie wieder trockenen Boden unter den Füßen.
Eine englisch-australische Gruppe ist nach 12 Tagen Fahrt mit einem kleinen Beiboot in Südgeorgien gelandet. Die Abenteurer stellen eine Antarktis-Expedition des britischen Polarforschers Ernest Shackleton im Südatlantik nach. Der hatte mit seinem Team vor einem Jahrhundert dieselbe Strecke ebenfalls in einem Beiboot zurückgelegt, weil sein Schiff "Endurance" von Eis eingeschlossen und zerdrückt worden war.
Die modernen Abenteurer verwendeten die gleiche Ausrüstung wie Shackleton 1914. Sie schreiben auf ihrer Website, mit am schlimmsten sei gewesen, dass sie nie trocken blieben.
Ein Teil der Gruppe will Shackletons Spuren weiter verfolgen und Südgeorgien durchqueren. Ihr historisches Vorbild schaffte die schwierige Gebirgsroute in Rekordzeit und konnte so in einer Walfangstation Hilfe für seine gestrandeten Expeditionsmitglieder holen. Obwohl Shackleton mit seiner eigentlichen Mission scheiterte, als erster Mensch die Antarktis auf dem Seeweg zu durchqueren, machte ihn die Rettung berühmt. Das ewige Eis ließ ihn jedoch nicht mehr los. 1922 starb er bei einer weiteren Mission auf Südgeorgien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)