4. Februar 2013
Das Herz fängt an zu pochen, kalter Schweiß bricht aus und man will nur noch weglaufen: Angst.
Bisher dachten Forscher, dass der Mandelkern Angst auslöst, das ist ein Bereich im Gehirn, der auch Amygdala heißt. Jeder Mensch hat zwei dieser Strukturen in Gehirn. Es gibt aber auch Menschen, die an einer seltenen Krankheit leiden: Bei ihnen sind die Mandelkerne verkalkt, sie dürften also eigentlich keine Angst mehr empfinden. Wissenschaftler aus Bonn, Iowa und Maryland haben diese Patienten ausfindig gemacht und haben sie mit Sauerstoff-Mangel konfrontiert. Alle drei Testpersonen brachen daraufhin in Panik aus, bei einer Kontrollgruppe war es nur jeder Vierte.
Die Forscher schließen daraus, dass die Amygdala nicht nur ein Angstzentrum ist, sondern ein Angstkontrollzentrum. Außerdem glauben sie jetzt, dass auch noch andere Bereiche im Gehirn für Angstzustände verantwortlich sein müssen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)