4. Februar 2013
Paarungen auf Vorrat - so halten es offenbar die Echten Karettschildkröten.
Die vom Aussterben bedrohten Tiere leben im offenen Meer und sind demnach schwierig zu beobachten. Nur zur Eiablage kommen die Weibchen an den Strand einer Seychellen-Insel. Diese Zeit nutzten britische Forscher und nahmen DNA-Proben von Weibchen und deren Nachwuchs. Das Ergebnis: Die Weibchen paarten sich oft nur einmal, nämlich zu Beginn einer Brutsaison. Wie die Forscher im Fachmagazin "Molecular Ecology" schreiben, bewahren sie das Sperma anschließend bis zu 75 Tage in ihrem Fortpflanzungstrakt auf.
Viele Weibchen legten mehrfach Eier ab, berichtet das Team - bis zu fünf Gelege waren möglich. Bei knapp 91 Prozent der Weibchen zeigte die Erbgutanalyse eindeutig, dass sie sich nicht mehrmals gepaart hatten. Bei den restlichen fanden die Wissenschaftler Hinweise auf eine Paarung mit zwei Männchen. Die Qualität des Samens leidet durch die lange Aufbewahrung offenbar nicht: Die späteren Gelege hatten ebenso viele Eier und eine ähnlich hohe Überlebensrate der Jungtiere wie die früheren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)