4. Februar 2013

Tübinger Forscher wollen Krebszellen in "Dauerschlaf" schicken

Wenn es kein Heilmittel gegen Krebs gibt, dann könnte man ihn doch vielleicht in einen Dauerschlaf schicken.

Das versuchen Wissenschaftler der Tübinger Uniklinik. Sie entdeckten, dass zwei schon lange bekannte Stoffe des Immunsystems in einer bestimmten Kombination bewirken, dass Tumorzellen nicht mehr wachsen - und zwar dauerhaft.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" schreiben, fanden sie das bei Experimenten an Ratten heraus. Die Wissenschaftler sehen in dieser Möglichkeit eine erfolgversprechende Alternative zum klassischen Bemühen in der Krebs-Therapie, sämtliche Tumorzellen zu töten.

Denn dies gelingt nicht immer, und dann wachsen die überlebenden Zellen häufig wieder und bilden neue Metastasen. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass ihre Methode weitaus veträglicher für den Patienten sein könnte, weil sie auf körpereigenen Abwehrstoffen beruht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)