5. Februar 2013
Proteine entfalten sich immer schneller.
Eiweißverbindungen erfüllen lebenswichtige Funktionen. Damit sie wirksam werden, müssen sie sich in dreidimensionale Strukturen falten. Forscher des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien und der University of Illinois haben nun herausgefunden, dass dieser Prozess in der Evolutionsgeschichte immer rascher verläuft. Dazu hatten sie per Computeranalyse die Faltungsgeschwindigkeit aller heute bekannten Proteine untersucht, die vor bis zu vier Milliarden Jahren enstanden sind. Der Grund für das höhere Tempo könnte nach Ansicht von Projektleiterin Frauke Gräter darin liegen, dass die Proteine weniger anfällig für Verklumpungen sind und ihre Aufgaben früher ausführen können. Fehlfaltungen führen zu Krankheiten wie Alzheimer oder Creutzfeldt-Jakob.
Die Studie erscheint im Fachjournal "PLoS Computational Biology".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)