5. Februar 2013
Haiti befindet sich im Wettlauf gegen die Zeit.
Der Karibikstaat droht mit seinen Problemen international in Vergessenheit zu geraten. So sehen es die Analysten von der "International Crisis Group". In ihrem Bericht über Haiti kritisieren sie die Führungsschwäche von Präsident Michel Martelly, der seit über eineinhalb Jahren im Amt ist. Seine Regierung sei nicht verlässlich, und das schrecke Geldgeber und potentielle Investoren ab. Haiti biete heute nur wenig Anlass für Optimismus.
Die Experten sehen es als dringendste Aufgabe, mehrfach verschobene Senats- und Kommunalwahlen nachzuholen. Um das in der gespaltenen Gesellschaft umzusetzen, solle sich Haitis Präsident die Unterstützung der Kirchen holen. Dann müssten landesweite Strategien zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben und zur Entwicklung erarbeitet werden.
Die "International Crisis Group" erhält etwa die Hälfte ihres 20-Millionen-Dollar-Budgets von Regierungen. Sie bezeichnet es als ihre Hauptaufgabe, tödliche Konflikte zu vermeiden oder zu lösen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)