5. Februar 2013
"Wo Cameron recht hat, hat er recht."
So schreibt es der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Union, Günter Verheugen, in der "Süddeutschen Zeitung". Seiner Ansicht nach trifft der britische Premierminister die wunden Punkte der EU ganz genau. Im Kern verlange Cameron das, was wir alle wollten: mehr Demokratie, mehr Transparenz, mehr Effizienz, weniger Regelungswut.
Verheugen kann sich einen europäischen Alltag ohne britische Stimme nur schwer vorstellen. Diese sei pragmatisch und ergebnisorientiert und fuße auf einer scharfen Analyse der Realitäten. Das Ziel der EU ist Verheugen zufolge die Einheit in Vielfalt. Aber Vielfalt sei eben nicht immer bequem. Als Konsequenz fordert er eine europäische Reformbewegung - mit Deutschland an der Spitze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)