5. Februar 2013
Normalerweise ist hier Schluss:
Die Blut-Hirn-Schranke sorgt bei Menschen und allen anderen Landwirbeltieren dafür, dass nur ganz bestimmte Stoffe ins Gehirn kommen können. Das ist gut, weil dadurch viele Krankheitserreger oder Gifte herausgefiltert werden. Für Ärzte, die bestimmte Krankheiten im Gehirn behandeln wollen, ist es aber schlecht. Sie suchen nach Wegen, die Blut-Hirn-Schranke effektiv zu überlisten.
US-Forschern unter anderem aus Cincinnati ist es jetzt im Versuch mit Mäusen gelungen, selbst große Moleküle ins Gehirn zu schleusen. Wie sie im Fachblatt "PNAS" schreiben, verbanden sie ein Enzym, das im Gehirn benötigt wurde, mit verschiedenen Teilen eines Eiweißes. Durch diesen Trick kam das Paket durch die Sicherheits-Sperre. Bis zu einer sicheren Therapie müssen den Forschern zufolge aber noch viele Herausforderungen gemeistert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)