5. Februar 2013
Schulbücher sind nicht politikfrei.
Das hat auch eine Studie über Feindbilder in israelischen und palästinensischen Schulbüchern ergeben. Sie wurde von den USA finanziert - an der Analyse waren israelische, palästinensische und US-Forscher beteiligt. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Lehrwerke den Nahost-Konflikt jeweils einseitig darstellen. Der politische Gegner werde zwar nicht dämonisiert, aber nur oberflächlich behandelt. Das erleichtere es, das Existenzrecht der gegnerischen Seite zu bestreiten.
Auch wenn für beide Seiten das Ergebnis ähnlich ausfällt, kritisierten israelische Vertreter genau das. Die Forschung sei nicht objektiv, weil sie eine falsche Balance zwischen Schulbüchern beider Seiten schaffe.
Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajjad begrüßte die Ergebnisse dagegen. Sie widerlegten die Behauptung, dass in palästinensischen Schulen Hass gegen Israel gelehrt werde.
Hier gibt es weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)