5. Februar 2013

Neandertaler lebte wohl doch nicht in Spanien weiter

Beim Neandertaler hat sich die Wissenschaft möglicherweise um ein paar tausend Jahre verrechnet.

Ein internationales Forscherteam zweifelt aufgrund moderner Datierungsmethoden die bisherige Annahme an, wonach der Neandertaler im Süden Spaniens etwa 4-tausend Jahre später ausstarb als anderswo. Die Wissenschaftler unterzogen mit Steinwerkzeugen bearbeitete Tierknochenfunde aus zwei Höhlen in der Region einer erneuten Altersbestimmung. Im Fachjournal "PNAS" , kommen sie zu dem Schluss, dass die Knochen mindestens zehntausend Jahre älter sind als bislang angenommen. Aus ihrer Sicht ist damit die These eines Neandertaler-Refugiums in Südspanien ebenso nichtig wie jene, dass Neandertaler und Homo Sapiens dort sogar eine Zeit lang gemeinsam gelebt hätten. Als Grund für die bisherige falsche Datierung nehmen die Forscher an, dass die Knochen mit jüngerem Material verunreinigt wurden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)