5. Februar 2013

Forscher erstellen Niederschlagskarten mit Handydaten

Ein schlechtes Handysignal kann zumindest für Meteorologen Vorteile haben.

Die Übertragungsqualität leidet nämlich zum Beispiel dann, wenn es regnet. Niederländische Wissenschaftler haben sich das zunutze gemacht. Sie sammelten Daten von Mobilfunkanbietern und errechneten mithilfe eines Computerprogramms wie viel es wo geregnet hat. Wie das Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Science" berichtet, waren ihre Niederschlagskarten fast so genau wie herkömmliche.

Bislang werden die Karten errechnet, indem Regen in Gefäßen aufgefangen wird. Allerdings stellen immer weniger Menschen solche Regenmesser auf - nach Angaben der Forscher gibt es davon in Industrieländern nur noch halb so viele wie vor zwanzig Jahren.

Niederschlagskarten werden für den Wetterbericht genutzt, aber auch für die Klimaforschung, in der Landwirtschaft und als Vorhersage von Hochwasser.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)