6. Februar 2013

Stereo riechen macht den Maulwurf satt

Stereo riechen bringt entscheidende Vorteile bei der Futtersuche.

Die Studie eines US-Biologen hat ergeben, dass der Maulwurf auf seine beiden Nasenlöcher angewiesen ist. Schon wenn ein Nasenloch verstopft ist, tut sich das Tier schwerer bei der Nahrungssuche.

Für die Untersuchung diente eine Plexiglas-Kiste, in deren Boden sich mehrere Löcher befanden. Für jede Versuchsrunde wurde ein anderes mit einem Stück Regenwurm gefüllt. Hatten die Versuchstiere beide Nasenlöcher frei, fanden sie die Wurmteile auf Anhieb. War ein Nasenloch verschlossen, fanden die Maulwürfe das Futter erst nach längerer Suche. Wurde die Nase mit kleinen Röhrchen weiter manipuliert, krochen die Tiere ziellos umher, ohne das Futter zu orten.

Der US-Forscher will seine Studie auf andere Tiere, die stark auf den Geruchssinn angewiesen sind, ausweiten. Dabei könnte zum Beispiel untersucht werden, ob Hunde oder Schweine ebenfalls stereo riechen.

Die Studie wurde in der britischen Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)