6. Februar 2013
Ob Hauptstadtflughafen, Elbphilharmonie oder Stuttgart 21 -
Großprojekte scheinen in Deutschland derzeit zwangsläufig ins Desaster zu führen. Können wir es also nicht mehr? Doch, meint der Baurechtsexperte Wolfgang Heiermann in der "Süddeutschen Zeitung". Das Qualitätsmanagement müsse nur besser werden.
Das Problem beginnt nach Ansicht des Juristen schon bei der Ausschreibung. Politiker redeten Prestigevorhaben manchmal schön und die Kosten dafür klein, um das Projekt durchzusetzen. Architekten und Bauplaner widersprächen nicht, weil sie den Auftrag ja haben wollten. Hier verlangt Heiermann mehr Kontrolle durch die Rechnungshöfe. Sie könnten sicherstellen, das Zeitpläne nicht geschönt und Kosten nicht heruntergerechnet würden. Außerdem müsse der Bau von Rechtsberatern betreut werden, um langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden.
Beispiele für gelungene Großprojekte nennt der Experte übrigens auch: den Frankfurter Flughafen zum Beispiel und die Allianz-Arena in München.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)