6. Februar 2013

Eingewanderte Grundel trägt Parasit in sich, der andere Fische gefährdet

Schwarzmundgrundel - ein Wort, an das sich Angler hierzulande schon gewöhnt haben.

Denn dieser Fisch ist mittlerweile der dominanteste seiner Art im Rhein. Eigentlich ist das Tier im Schwarzmeerraum zu Hause, wurde aber eingeschleppt und vermehrt sich rasant. Deutsche Forscher haben der eingeschleppten Grundel jetzt in den Magen geschaut und festgestellt: Sie ist nicht allein gekommen, sondern hat auch noch einen Parasiten dabei. Im Fachmagazin "PLoS ONE" schreiben die Biologen, dass das für die einheimischen Arten zum Problem werden kann. Denn der Parasit nutzt laut den Forschern die Grundel nur als Transportwirt zur Verbreitung. Die Zielwirte sind demnach größere Fische, die sich infizieren, wenn sie die Grundel fressen. Das könne letztendlich zum Verschwinden heimischer Arten aus dem Lebensraum wie dem Rhein führen. Denn diese besäßen gegen gebietsfremde Parasiten oft nur geringe oder gar keine Abwehrkräfte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)