7. Februar 2013

Genvariation verdoppelt Risiko für Herzerkrankung

Wenn die Pumpe nicht mehr läuft, könnten auch die Gene Schuld sein.

Ein internationales Forscherteam nimmt an, dass eine genetische Variation das Risiko einer Herzklappenverkalkung verdoppelt. In einer Studie hatten die Wissenschaftler die Genvariationen von fast 7.000 Menschen untersucht. Für die Verkalkung könnte ein Fehler im Gen LPA verantwortlich sein, das die Produktion von Lipoproteinen regelt. Das sind Bestandteile von Cholesterol, die im Blut zirkulieren. Bislang hatte man bereits angenommen, dass eine zu hohe Konzentration zu einer Verkalkung der Herzklappen führt. Dieser Zusammenhang hat sich nach Ansicht der Wissenschaftler nun bestätigt.

Eine Verkalkung der Herzklappen kann zu Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit und Bewusstlosigkeit führen. In schlimmen Fällen muss die Herzklappe ersetzt werden.

Die Studie ist im "New England Journal of Medicine" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)