7. Februar 2013
Winzige Einzeller im Meer sind die Profiteure des Klimawandels.
Das Klima wird wärmer, der Meeresspiegel steigt - und die so genannten Amphisteginen breiten sich rasant aus. Das schreiben Wissenschaftler der Universität Bonn in der Fachzeitschrift "PLOS ONE".
Amphisteginen sind Einzeller mit einer harten Kalkschale, die vor allem auf dem Meeresboden in den Tropen und Subtropen leben. Sie erreichen nicht einmal die Größe eines Sandkorns, produzieren aber nach den Korallen die zweitgrößte Menge Sedimente in tropischen Riffregionen. Damit sorgen sie für die Befestigung der Küsten.
Die Forscher haben die Verbreitung der Amphisteginen vor der Ostküste Afrikas untersucht. Sie sagen voraus: Die Einzeller verbreiten sich bis 2050 mehr als eineinhalb Breitengrade weiter in Richtung der Pole. Weiter heißt es: Da die säureempfindlichen Korallen unter der Versäuerung der Ozeane leiden, könnten die Amphisteginen ihre ökologische Nische übernehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)