7. Februar 2013
430 Milliarden Euro - soviel würde eine AKW-Katastrophe vom Ausmaß Fukushimas in Frankreich kosten.
Wie eine Studie des französischen Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit IRSN ergab, müssten allein für den Kampf gegen die Verstrahlung der Umwelt rund 110 Milliarden Euro ausgegeben werden. Dazu kämen Einbrüche in Wirtschaft und Tourismus.
Bei dem Unfall in Fukushima im März 2011 hatte es zwei Kernschmelzen gegeben. Weite Teile der Umgebung wurden verstrahlt, zehntausende Anwohner flohen. Es war das schwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986.
In der französischen Studie heißt es weiter, bei einem vergleichbaren Unfall in Frankreich müssten wahrscheinlich etwa 100.000 Menschen fliehen. Auch Nachbarländer könnten betroffen sein.
Frankreich ist der größte Atomstromproduzent Europas - es bezieht knapp 80 Prozent seiner Energie aus dieser Technik. Präsident François Hollande hatte vor der Wahl versprochen, den Anteil auf 50 Prozent zu senken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)