7. Februar 2013
Der Deutsche Philologenverband hat sich im Plagiatsfall Schavan zu Wort gemeldet.
Er wirft der Universität Düsseldorf vor "hochgradig versagt" zu gaben.
Der Vorsitzende des Verbands, Heinz-Peter Meininger, sagte, es seien unentschuldbare Fehler gemacht worden. Es sei bei der Prüfung der Doktorarbeit der Bundesbildungsministerin weder ein externer Gutachter hinzu gezogen worden, noch sei über das Verfahren Vertraulichkeit gewahrt worden. Ein interner Bericht war im Herbst an die Öffentlichkeit gelangt. Der Philologenverband fordert als Konsequenz, unter Plagiatsverdacht stehende Examens- und Promotionsarbeiten künftig von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen.
Der Deutsche Hochschulverband hingegen nahm die Universität Düsseldorf in Schutz. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur DAPD, es sei nicht zu erkennen, dass das Prüfverfahren rechtswidrig gewesen sei. Im Übrigen seien externe Fachgutachten nicht vorgeschrieben. Dass ein Zwischengutachten an die Medien gelangt sei, sei zwar misslich, könne das Verfahren aber nicht diskreditieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)