7. Februar 2013

Geteilte Daten: Pharmafirmen und Unis schließen sich zur Medikamentenforschung zusammen

Eine "Substanzbibliothek" enthält nicht etwa Bücher mit Tiefgang - sondern Moleküle.

Es handelt sich um die großen Datenspeicher von Pharmakonzernen und Universitäten mit chemischen Bausteinen, zum Beispiel für Medikamente. Üblicherweise werden die Daten gehütet wie ein Schatz, damit die Konkurrenz nicht von der eigenen Forschung profitiert.

Jetzt wollen sich aber mehrere große europäische Pharmakonzerne, Unis und einige kleinere Firmen zusammentun, ihre Daten teilen - und auf ihrer Grundlage nach neuen Wirkmechanismen suchen. Mindestens 300.000 Moleküle sollen die großen Unternehmen, darunter Bayer und Merck, beisteuern. Noch einmal 200.000 kommen von Unversitäten und kleineren Firmen. Das 200 Millionen Euro schwere Projekt wird von der EU-Kommission unterstützt.

Für die Pharma-Firmen lohnt es sich übrigens gleich mehrfach: Sie bekommen Zugriff auf mehr vorhandene Daten, sparen Geld für den Ausbau ihrer eigenen Datenbanken und können bessere Kontakte zu den Forschungseinrichtungen der Unis pflegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)