7. Februar 2013

Spuck-Attacke: Aids-Hilfe kritisiert Zeitungsbericht

Diese Überschrift "Polizei hat den Aids-Spucker, sucht Opfer" empört die Deutsche Aids-Hilfe.

Die Berliner Boulevard-Zeitung "B.Z." hatte so über einen 30-Jährigen berichtet, der einen Reisenden angespuckt haben soll. In dem Text heißt es, eine Übertragung der Krankheit sei nicht auszuschließen.

Die Deutsche Aids-Hilfe kritisiert das als "unverantwortliche Panikmache". Weltweit sei bisher keine HIV-Ansteckung über Speichel bekannt.

Der Artikel mache nicht nur dem Opfer Angst, sondern auch anderen Menschen, weil er falsche Annahmen verbreite.

Durch die verunglimpfende Wortwahl trage der Text außerdem zur Diskriminierung von Menschen mit Aids und HIV bei.

Die B.Z. hat den Bericht übrigens überarbeitet. Der Verdächtige sei nicht wie anfangs gedacht an Aids erkrankt, sondern an Hepatitis.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)