7. Februar 2013

Wissenschaft bedroht Antarktis

Die Erderwärmung bedroht die Antarktis - die Forschung auch:

Wissenschaftler der Universität Jena haben einen Bericht im Auftrag des Umweltbundesamtes veröffentlicht, in dem sie Teile des Südpols als große Mülldeponie beschreiben. Überbleibsel von Forschungsstationen, Chemikalienreste oder Jahrzehnte alte Fahrzeugspuren prägen demnach das Gebiet. Laut dem Jenaer Ökologen Hans-Ulrich Peter sei vor allem die eisfreie Insel King George betroffen. Internationale Wissenschaftler schleppten hier fremde Tier- und Pflanzenarten ein und machten sie zu einem logistischen Drehkreuz der Antarktisforschung - das sei eine Gefahr für das Ökosystem.

Er rät, die Insel als "besonderes antarktisches Verwaltungsgebiet" auszuweisen und damit einem schärferen Umweltschutz zu unterstellen. Allerdings seien sich die Antarktis-Vertragsstaaten darüber uneinig.

Bericht:http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4423.pdf

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)